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Sattelgelenkarthrose


Sattelgelenkarthrose

Handarthrosen, insbesondere der Verschleiß des Daumensattelgelenks, auch Rhizarthrose genannt, können sehr schmerzhaft sein. Für viele Betroffene wird jeder Händedruck zur Qual. Frauen sind besonders häufig von Sattelgelenkarthrose betroffen.

Ursachen:

Ursachen für Sattelgelenkarthrosen können Fehlstellungen, Brüche mit Beteiligung der Gelenkfläche, Überlastung, Bewegungsmangel oder altersbedingte Abnutzung sein.

Symptome:

Die Symptome bei Handarthrosen sind zunächst Steifigkeit und Schwellungen, später starke Schmerzen. Ein freies Bewegen des Daumens ist nicht mehr möglich. Im fortgeschrittenen Stadium ist das Gelenk bzw. der gesamte Daumen verformt. Schmerzbedingt kommt es oft zu einem Kraftverlust der ganzen Hand. Moderne Behandlungsverfahren, die rechtzeitig angewendet werden, ermöglichen ein Leben mit deutlich weniger Schmerzen und den Erhalt des Gelenkes.

Diagnose:

Nach umfänglicher Anamnese erfolgt durch den Handchirurgen eine genaue Untersuchung des Gelenkes, begleitet von Röntgenaufnahmen und ggf. zusätzlichen bildgebenden Verfahren. Blutuntersuchungen geben Aufschluss über Entzündungswerte im Körper, Stoffwechselerkrankungen oder Kristallopathien, wie z. B. Gicht.

Behandlungsmöglichkeiten:

Die Behandlung besteht am Anfang in der Gabe von Schmerzmitteln, Kühlung, lindernder Salbe oder Kortisoninjektionen. Spezielle Handgelenksschienen (Orthesen) können das Daumensattelgelenk ruhig stellen und entlasten. Wenn Schmerzen bei Bewegung und Belastung unerträglich werden, ist jedoch eine Operation angezeigt. Hierbei sollten eine Versteifung des Daumens und große Schnitte heutzutage jedoch nach Möglichkeit vermieden werden! Eine rechtzeitige Vorstellung und Behandlung beim Handchirurgen kann Krankheitsverläufe eindämmen und lindern.

ca.5 Millionen

Frauen und Männer in der Bundesrepublik leiden unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden.
20 Prozent

aller Arthrosepatienten haben Schmerzen in den Händen.
50 Prozent

aller über 65-Jährigen sind von Arthrose betroffen. Frauen erkranken häufiger als Männer.
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Zeitgemäße Operationsmethoden


Die Ärzte im Team der HPC Oldenburg wenden je nach Situation verschiedene Operationstechniken an. Diese führen in den allermeisten Fällen zu guten und sehr guten Ergebnissen. Bedingt durch schonend angelegte Zugänge resultieren später kaum sichtbare äußere Narben.

Die Patienten können ihre Alltagstätigkeiten relativ schnell wieder aufnehmen. In vielen Fällen ist jedoch eine krankengymnastische Nachbehandlung erforderlich. Die innere Heilungszeit kann jedoch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Kreuzkümmel & Co gegen leichte Beschwerden

Schritt für Schritt gegen den Schmerz (mehr lesen)

Nicht immer muss bei Arthrose sofort operiert werden! In vielen Fällen kommen Patienten mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten über lange Zeiträume hinweg gut zurecht.

Ohnehin ist eine OP nur dann angezeigt, wenn die Schmerzen und mögliche Bewegungseinschränkungen des Patienten Anlass für den Eingriff geben.

Arthrose, die keine Beschwerden bereitet, ist nicht behandlungsbedürftig! Auch eine Heilung im Sinne einer Knorpelwiederherstellung ist nicht möglich!

Leichte Schmerzen und mittelstarke Schmerzen können zunächst mit Wärme, Salben oder  entzündungshemmenden Antirheumatika  behandelt werden. Auch „Gewürzbehandlungen” mit Kreuzkümmel/Koriander/Muskat-Mix bewähren sich bei vielen Patienten sehr gut. Bei akuten Schmerzen können stabilisierende Orthesen, Bestrahlungen und Kortison-Injektionen eingesetzt werden. Sind die Beschwerden dauerhaft sehr stark, bieten moderne OP-Verfahren sehr gute Erfolgsaussichten bei jedoch relativ langer, mehrmonatiger Nachbehandlung.

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Eigenfetttransfer


Informationen zu neuen Behandlungsmethoden

Das Verfahren der Interposition von autologen, nicht modifizierten Fettgewebe zur Behandlung der Rhizarthrose (Eigenfetttransplantation) wurde aktuell durch die zuständige Bundesoberbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), als Herstellung eines Arzneimittels für neuartige Therapien (ATMP-Advanced Therapy Medicinal Product) im Sinne des § 4 Abs. 9 AMG eingestuft. Daher ist die Durchführung einer Eigenfetttransplantation in Deutschland aktuell nicht möglich. Sowohl auf rechtlicher Ebene, als auch wissenschaftlich fundiert auf fachlicher Ebene über unsere Fachgesellschaft, die DGPRÄC, versuchen wir hier eine Lösung herbeizuführen, denn aus chirurgischer ärztlicher Sicht handelt es sich bei der Eigenfetttransplantation um einen klassischen Gewebstransfer.

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Klassische OP-Methode


Klassische OP-Methode:

Je nach Situation und Gelenk gibt es verschiedene Operationstechniken. Fingerendgelenke können ohne Funktionseinbuße versteift werden, für die Mittelgelenke benutzen wir künstliche Gelenke aus Silikon. Am Daumensattelgelenk wird der störende kleine Handwurzelknochen entfernt.

Diese Techniken wurden durch uns ebenfalls optimiert, sodass nach der Operation sehr gute Ergebnisse bei kleinen Narben erzielt werden. Die Nachbehandlung und narbenbedingte Beschwerden können allerdings einige Monate! in Anspruch nehmen.